Eine kleine Geschichtsstunde

vor ca. 750 Jahren ...

 

Es gibt viele Jahreszahlen, an denen Hochstätten in der Pfalz ersmals urkundlich genannt worden sein soll. So wurde in einer Urkunde des Bistums Mainz an das Kloster Disibodenberg erstmals im Jahre 1108 "HOSTEDEN" benannt. Als eher gesichert sind Erwähnungen von Hochstätten aus den Jahren 1260, 1350 und 1366.

Hochstätten liegt ca. 140 Meter über dem Meeresspiegel am Eingang des Alsenztales und zählt zu den traditionellen Weinbaugemeinden im Naheland. Ehemals edle Lagen mussten aufgegeben werden, weil eine Bearbeitung in den Steilhängen nach und nach zu mühsam und damit unwirtschaftlich wurde. An den Südhängen, auf zum Teil schiefrigen Böden, wächst ein sehr guter Wein, der als "Hochstätter Liebesbrunnen" über die Grenzen des Nahegaus bekannt geworden ist. Ca. 32 ha werden heute noch bewirtschaftet. Seit 1261 besteht in Hochstätten wahrscheinlich eine eigene Pfarrei. Im 13. Jahrhundert wurde der noch heute das Ortsbild prägende Kirchturm erbaut. Die Kirche steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Aus der Geschichte des Ortes ist zu sagen, dass er seit alter Zeit unter der Herr­schaft der Rau- und Rheingrafen stand, die ihren Sitz auf dem Rheingrafenstein und später in Gaugrehweiler hatten. 1801 kam Hochstätten mit dem ganzen linken Rheinufer unter französischer Herrschaft und nach den Befreiungskriegen auf dem Wiener Kongress zum Königreich Bayern, wo es bis zur Gründung von Rheinland-Pfalz verblieb. Hochstätten war Heimatgemeinde der Deutschen Weinkönigin Ilse I. 1966/67 sowie der Naheweinkönigin Barbara I. in den Jahren 1984/85. Der Ort, er zählt heute 690 Einwohner, verfügt über ein schönes, landschaftlich abwechslungsreiches Wanderwegenetz. Ausgeprägt ist die Gastlichkeit und Geselligkeit der Gemeinde. Zahlreiche Feste im Verlaufe des Jahres zeugen davon.

Auf 620 Seiten ist in der "CHRONIK VON HOCHSTÄTTEN" die bewegte Geschichte unserer Gemeinde nachzulesen. Das Buch kann beim Ortsbürgermeister erworben werden.



Die Chronik von Hochstätten    Hochstätten das Tor zur Nordpfalz